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Release the Kraken !

Ein kleiner Guide zum Kraken in Sea of Thieves gewürzt mit einem Hauch Geschichtsstunde. Der Kraken ist eines der bekanntesten mystischen Wesen in jedem Seemansgarn. Keine gute nautische Geschichte oder den legendären Ausruf (siehe Titel). Daher muss er natürlich auch in jedem guten Piratenspiel vorkommen. Wir gehen hier ein wenig auf die Hintergrundgeschichte, den Kampf selber und auf ein paar nützliche Tipps ein, die Euch schneller zu ein paar Tintenfischringen führen kann.

Know your Enemy

Bevor wir dazu kommen, wie Ihr den ollen Tintenfisch am besten Kochen könnt, machen wir einen auf Sunzi, setzen uns erstmal gemütlich auf den Popo und studieren sein berühmtes Kapitel "Kenne deinen Feind" aus dem etwas staubigen Klassiker "Die Kunst des Krieges".

Wer also nur stupide wissen möchte wie man den Kraken bekämpft und wo man ihn findet, scrollt weiter nach unten und überspringt den Geschichtsunterricht. Ihr Banausen!

Aktuell gibt es um die Entstehungsgeschichte des Krakens zwei gängige Theorien. Da so ein feines kleines Wesen selten aus einem Ei schlüpft, sind beide Theorien natürlich sehr mystisch angehaucht. Also Räucherkerzen rauskramen, Kräutertee schlürfen und herhören!

Lange bevor wir lässigen Piraten in diese Gefilde der Welt gestoßen sind, gab es bereits einen Pionier der uns quasi den Weg bereitet hat: Kein anderer als unser guter alter Piratenkönig Ramsey, dessen Seele mitsamt der seiner Crew im legendären Piratenversteck seit Jahrzehnten sich die Kante gibt. Eine Mordsgaudi! Zu seiner Zeit waren diese Inseln von einem uralten Volk, den Ancients (oder auch "Antiker" wie der Franzose sagt, wenn er denn Deutsch kann) bewohnt.

Diese Ancients waren kein einheitliches Volk, sondern verschiedene kleine Stämme. Aber alle gemeinsam konnten durch "magische Ohrringe" mit dem Volk der Mermaids , über Bord gefallene Seefahrer die zu den Meeresbewohner verwandelt wurden, kommunizieren. Dies war noch zu der Zeit, als das wasserliebende Volk noch nicht sprichwörtlich fast komplett abgetaucht war. Aber das ist alles eine komplett andere Geschichte.

Über diese Mermaids erfuhr Ramsey durch die Ancients von einer uralten Bedrohung in den Tiefen der Meere, einem Meeresungeheur so groß, dass es selbst das größte Schiff in einem Zug verschlingen konnte mit seinem Maul. Gut, jetzt kann man über diese Größenangabe ein wenig streiten, denn damals waren die Krieger meist männlich und deren Größenangabe ... aber ich schweife ab. Auf jeden Fall hatten Sie einen Namen für diese Kreatur: "The old Mother".

Sea of Thieves Kraken

 

Diese Kreatur, eine gigantische Mischform aus einem Oktopus und einer Hai-ähnlichen Kreatur, würde demnächst wieder aus einem langen Schlaf erwachen um zu Jagen. Die Allianz aus den ersten Piraten, den damaligen Stämmen der Ancients (zumindest derer die die Kreatur nicht verehrten) sowie den Mermaids reisten zum bekannten Schlafzimmer der Mutter und pochten auf Ihr Recht auf Erbfolge. Sie sperrten die Mutter nach einem heroischen Schlagabtausch in Ihrer Höhle ein, auf dass die Gefahr für immer gebannt sei und keiner mehr zum leckeren Snack für zwischendurch werden würde. Die Party danach gilt heute noch als legendär!

Auf der Insel Flintlock Peninsula gibt es eine Insel mit einer Höhle, in der das größte bekannte Krakenskelett auffindbar ist. Manche sagen dies wäre das Gefängnis der alten Trulla mitsamt ihren Überresten. Andere meinen hingegen, dass das Tierchen vielleicht doch ein Stück größer gewesen sein müsste und unter Kraken's Fall liegen muss, da der Name doch Programm ist. Wer genau Recht hat, wird man vielleicht nie erfahren.

Was hingegen bekannt ist, dass eine Mutter auch Kinder hat. Ist vielleicht nicht so die schockierende Nachricht, allerdings hatte unsere sturzbetrunkene Allianz damals diesen kleinen Fakt etwas übersehen. Denn die Kraken die uns heute immer wieder angreifen, und deren Skelette wir auf vielen Inseln sehen, gelten als der Nachwuchs der alten Mutter. Viele spekulieren auch, dass die Angriffe auf Schiffe dazu dienen, um die Mutter mit Futter zu versorgen, auf dass sie bald wieder stark genug ist um uns aber sowas von den Arsch zu versohlen. Endgegner incoming?

Die zweite Theorie könnte auch einfach nur ein Easter-Egg sein von einem Programmierer Team, das seine Wurzeln nie vergessen hat. Allerdings sprechen auch ein oder zwei Sachen dafür, dass die Theorie eventuell doch stimmen könnte.

Wer schon mal auf Shipwreck Bay Urlaub gemacht hat, hat sicherlich die einzige Attraktion der Insel gesehen. Das Wrack der BLACKWYCHE. Wie auch immer es der Steuermann geschafft hat so auf die Insel zu knallen. Aber wer hat sich mal Gedanken gemacht, woher der Name des Schiffes stammt? Naa? Richtig, keiner von Euch faulen Möchtegernpiraten.

Der Schiffsname ist nämlich eine Hommage an das gleichnamige C64 Spiel aus dem besten Jahr 1985 (weil mein Geburtsjahr, ich alter Sack). Der Entwickler war eine Firma namens "Ultimate Play the Game". Soweit, so unspektakulär ... bis auf den selten dämlichen Namen. Wenn man allerdings etwas weiterforscht wird man feststellen, dass die Entwickler dieser Firma später die Gründer von Rare waren, dem Entwickler unseres heiß geliebten Piratenspiels. Ach kann ein Easter Egg herzerwärmend sein.

Sea of Thiefes Blackwyche


Jetzt wäre die Geschichte so schon fast fertig erzählt worden, wenn man sich das alte C64 Spiel nicht mal genauer angeschaut hätte. In dem Spiel geht es um den Protagonisten Sir Arthur Pendragon, der auf einem verfluchten Piratenschiff (na, kribbelt es schon im Hinterkopf?) gegen Horden von dämonischen Gegner versucht die Seele seines Kapitäns zu retten. Die Hintergrundgeschichte ist dabei, dass das Schiff bei einer Beutefahrt ein verfluchtes Buch fand. Als die Crew es las, verwandelten sich die Crewmember in die dämonischen Zeichnungen die sie sahen. Ein Bild des Captains hängt noch im Captain's Room der BLACKWYCHE, gemeinsam mit einem aufgeschlagenem Buch auf dessen Seite ein Kraken sichtbar ist. Ein Schelm wär Böses denkt!

Sea of Thieves Blackwyche Book

 

Ist der Captain also zu dem bekannten Kraken geworden und der gute alte Arthur hat seine Aufgabe verkackt? Dafür sprechen würde ein Spielabschnitt im alten C64 Brocken, in dem eine Uhr hängt, die um 3 Uhr stehengeblieben ist. Und wer in Sea of Thieves Nachts um drei mal kurz eine Pipipause an der Reling macht kann hören, wie ein flehendes Schreien in den Weiten des Meeres zu hören ist: Der Kraken.

Wäre der Kraken damit nur ein einzelnes Ungeheuer und würde jede Nacht um 3 wiederauferstehen bis der Fluch gebrochen wird? Oder die Lösung der Frage ist eine Mischung aus beiden Theorien, und die Mutter existiert ebenfalls? Schließlich muss die Zeichnung in dem Buch ja von irgendwoher kommen, es waren also solche Viecher vor dem Schreiben des Buches bekannt.

Zufall oder Tatsache? Diese Entscheidung überlasse ich Ihnen.
Ihr Jonathan Frakes

Ja wo issa denn ?

Es gibt unglaublich viel Falschwissen wenn man mal in den diversen Foren nach der Antwort sucht, wie man denn den Kraken finden kann. Es ist egal wieviel Loot Ihr an Bord habt, es interessiert den Kraken auch nur tertiär ob Ihr währenddessen am Angeln seid oder ob Ihr einen Festungsschlüssel an Bord spazieren fahrt. All das erhöht die Chance auf einen Spawn genauso als ob Ihr betrunken Euch im Kreis hinterher rennt und Ringelpitz mit Anfassen spielt.

Ihr könnt den Kraken nicht gezielt jagen, denn er jagt wenn dann Euch. Es gibt kein spezielles Gebiet in dem Ihr eine höhere Chance habt dass er Euch angreift. Es ist wirklich komplett zufällig. Zumindest fast: Der Kraken kann nur erscheinen, wenn gerade ein aktives Fort geplündert wurde oder es despawnt. Nur in den Pausen, in denen Ihr keine Totenkopfschädelwolke als aktives Event im Himmel erblicken könnt, hat er Laune zu erscheinen. Das liegt einfach an der Technik des Spiels, welche keine zwei aktiven Events gleichzeitig erlaubt. Und der Kraken zählt im Gegensatz zu dem Megalodon in diese Kategorie.

Wenn das Kraken-Event startet, werdet Ihr eine unheimliche Musik kurz hören und das Meer um Eurer Schiff verfärbt sich schwarz. Auch wird Euer Schiff massiv gebremst, Ihr könnt zwar dem schwarzen Bereich entkommen, aber nur sehr sehr langsam. Aber Kämpfen macht sowieso mehr Laune!

Wenn Ihr also Lust auf Calamari verspürt, müsst Ihr den Himmel genau betrachten. Oder einfach schnell das Fort raiden. Oder geht zum Griechen. Denn schon Souvlaki Tzatzikirakis sagte einst:

Der Weg zum Griechen immer lohnt, auch wenn er etwas weiter wohnt !

Kraken bekämpfen für Dummies

Der Kampf gegen den Kraken läuft prinzipiell immer gleich ab, egal wieviele Leute Ihr auf dem Schiff habt oder mit welchem Schiff Ihr durch die Gegend tuckelt. Wie bereits erwähnt, verlangsamt der Kraken Euer Schiff extrem. Wenn Ihr nicht abhauen wollt, zieht am Besten Eure Segel komplett ein, damit Ihr nicht so weit für den Loot schwimmen müsst (wenn Ihr es denn nicht verkackt). Der Kraken greift Euch immer mit acht Armen an, beziehungsweise erscheinen sie alle. Die meisten gucken Euch nur doof an. Es gibt aber auch, sonst wäre der Kampf ja auch ein bissele stupide, aktive Tentakel des Kraken.

 

Fähigkeiten des Kraken

  • Der Dyson Saugeffekt des Todes
    Manche Arme saugen Euch gerne mal vom Schiff weg. Das geht deswegen, da die Arme am Ende (warum auch immer) ein Maul haben das jeden Dyson Techniker die Freudentränen in die Äugchen steigen lassen. Denn egal wie dick Euer Pirat ist, Ihr werdet sowas von effizient eingesaugt. Ihr könnt dem allerdings entgehen. Wenn Ihr "Wind" um Euch herum seht, also einen grafischen Effekt, dann geht unter Deck. Dies verhindert das Einsaugen und nach ein paar Sekunden hört der Arm auch mit dem Versuch auf. Leider weiß man nie genau, wer der Crew denn das Ziel ist. Daher sicherheitshalber einfach alle kurz unter Deck. Sollte doch jemand eingesaugt werden, befindet er sich dann in luftiger Höhe zwischen schlecht geputzen Zähnen. Der Arm wird dann versuchen die arme SAU aufzufressen oder zu ertränken. Ihr könnt dann mit dem Schwert dem Vieh sprichwörtlich in die Fresse hauen um Euch zu befreien. Die sicherste Variante ist aber, dass Eure Kollegen auf dem Schiff einfach mit den Kanonen auf den Arm schießen.

 

  • Kuschel mit mir ich hab dich doch lieb!
    Neben dem Sauger gibt es noch den Kuschelarm. Der legt sich mit Wonne um das Schiff und drückt es ganz fest. Dies verursacht neben einem unwohlen Gefühl auch diverse Beulen im Schiff. Liegt der Arm gar auf dem Treppeneingang zum Unterdeck, kann man nicht mehr vorbei und muss hoffen, dass jemand gerade unten war und reparieren kann. Schlägt man mit dem Schwert gegen den Arm zwingt ihn das zwar nach langer Zeit auch zum Rückzug, aber es gibt eine effektivere Maßnahme. Davon abgesehen dass der Arm jeden in Reichweite eine freudensprühende Tintenmischung in das Gesicht rotzt, welches die Sicht fast komplett versperrt sowie Euch mit einem einen DOT (Schaden über Zeit) belegt. Denn neben dem Kuschelarm spawnt in der Nähe des Schiffs auch ein spezieller kürzerer Arm, der einfach "Kopf" genannt wird aufgrund seiner großen Fresse die er dem Schiff immer entgegen streckt. Wenn man diesem ein paar Kugeln in die Fresse ballert, ziehen sich sowohl der Kopf als auch der Kuschelarm relativ schnell zurück. Daher ignoriert den Kuschelarm und konzentriert Euch nur auf den Kopf.

 

  • Und ab geht die wilde Fahrt!
    Die dritte und letzte Variante ist der Schlagarm. Dieser Arm erscheint unregelmäßig und schlägt einfach mal lustvoll gegen das Schiff. Das mag das Schiff gar nicht und dreht sich ein wenig im Kreis anschließend, mitsamt frischen Kratzern im Lack. Es gibt keine große Gegenwehr dagegen, da es wirklich nur ein paar Sekunden aktiv ist. Daher einfach Mund abputzen, Löcher stopfen und weiterballern.

 

Sea of Thieves Krakententakel

 

Siegbedingung

Der einzige Unterschied, ob Ihr Euch mit einer Galeone oder einer Schaluppe dem achtgliedrigen Tieefseefreund stellt, liegt darin, dass Ihr mit der kleinen Nussschale nur zwei Arme "töten" müsst im Bergleich zu vier Armen bei der Galeone.

Denn das "Töten" beziehungsweise Verletzen der Arme ist nämlich die Siegbedingung des Kampfes. Wenn Ihr je nach Schiffstyp genügend Beulen in die glitschigen Arme geballert habt, zieht er sich beleidigt zurück und sucht nach Trockenfutter. Es zählen dabei nur die normalen im "Hintergrund", nicht eine von den zwei Spezialarmen. In erster Linie macht Ihr mit Kanonenkugeln am meisten Schaden auf die Arme, aber auch Pistolenschüsse mag er nicht sonderlich.

Der Kampf ist im Prinzip extrem einfach wenn man ihn einmal raus hat. Er dauert dann auch nicht sonderlich lange und man kann sich dann über mal mehr, mal wenige gute Beute am Ende freuen. Jeder Arm, den man getötet hat, droppt an der Stelle zwischen einem und drei Gegenstände sowie jeweils einmal Krakenfleisch.